Feuchte Träume oder ein echter Orgasmus während du schläfst? Können Frauen und Männer feuchte Träume haben und einen Orgasmus im Schlaf bekommen? Warum ist das so und wie äußert sich das? Wir erklären dir die Hintergründe zum Thema. 

Was genau ist ein Orgasmus im Schlaf? 

Das ist genau das, wonach es sich anhört: ein sexueller Höhepunkt, der mit einem erotischen oder feuchten Traum zusammenhängen kann (aber nicht muss). Wie Studien herausgefunden haben, kommen diese Schlaf-Orgasmen sowohl bei Männern als auch bei Frauen vor und zwar hauptsächlich während der REM-Phase. Dabei handelt es sich um die Traumphase, in der die intensivsten und „realsten“ Träume stattfinden. Hier ist das Gehirn besonders aktiv, was dafür sorgt, dass es auch zu körperlichen Reaktionen (wie dem Orgasmus im Schlaf) kommen kann.  

REM bedeutet „Rapid Eye Movement”, weil während dieser Schlafphase die Augen sich sehr schnell bewegen. Die REM-Phase ist eine vor vier Schlafphasen eines üblichen Schlafzyklus. Zunächst kommt die Einschlafphase, dann der leichte Schlaf, gefolgt von der Tiefschlafphase und anschließend die REM-Schlafphase. Dann beginnt der Zyklus erneut. Während der REM-Phase ist der Träumende beinahe wach und sein Gehirn sehr aktiv. Auch Blutdruck, Atmung und Herzfrequenz sind erhöht. 

Unterschiede zwischen Männern und Frauen 

Männer und Frauen können gleichermaßen „feuchte“ Träume haben, die sich jedoch unterschiedlich bemerkbar machen. Während Frauen häufig „feucht“ aufwachen, hatten Männer einen Samenerguss, der sich üblicherweise deutlich in der Unterwäsche abzeichnet. Ansonsten gibt es verschiedene Anzeichen wie ein befriedigtes Gefühl beim Aufwachen oder die Erinnerung an lebhafte Sexträume, die zum Orgasmus im Schlaf geführt haben. In der Regel geht es dabei auch nur um einen einzigen Orgasmus und nicht um Multiple Orgasmen

Bei Männern kommen ab der Pubertät nächtliche Orgasmen mit Samenerguss und Spermien (also nicht nur ein Prostata Orgasmus) häufig vor und werden als völlig normal eingestuft. Bei Frauen ist dies ein eher seltenes Phänomen –  doch hat eine Studie  1953 herausgefunden, dass ca. 70% der Frauen wenigstens einmal im Leben diese Erfahrung machen. Konkrete wissenschaftliche Erklärungen stehen allerdings noch aus.  

Wie passiert ein Orgasmus im Schlaf? 

Der Orgasmus im Schlaf wird vor allem durch erotische Träume ausgelöst, doch es gibt daneben noch weitere mögliche Auslöser. 

Die Beteiligung des Gehirns am Orgasmus im Schlaf 

Die intensivsten und lebhaftesten Träume haben wir während des REM-Schlafs, in dem wir beinahe wach sind und das Gehirn sehr aktiv an unserem Traumgeschehen beteiligt ist. Das ist fast so, als würdest du tatsächlich gerade einen Porno schauen und dadurch zusätzlich erregt werden – denn Erregung wird auch immer von heißen Gedanken ausgelöst. Daher spielt die Gehirnaktivität für deinen Orgasmus im Schlaf eine große Rolle. Du kannst also ganz ohne physischen Sex alleine durch heiße Gedanken zum Höhepunkt kommen

Auch die Hormone tragen zum Orgasmus im Schlaf bei 

Neben den Träumen spielen auch hormonelle Schwankungen eine Rolle beim Traumorgasmus. Das trifft vor allem auf Frauen während der Schwangerschaft, der Monatsblutung oder in der Menopause zu. Sie sind während dieser Phasen schneller sexuell erregbar, was sich dann in erotischen Träumen mit Schlaforgasmen äußert. 

Interessant: beim Orgasmus werden die Hormone Prolaktin und Oxytocin ausgeschüttet. Oxytocin reduziert das Stresshormon Cortisol und macht wach, während Prolaktin die Intensität des Orgasmus erhöht und Schläfrigkeit auslöst. Unser Prolaktin-Level ist stets erhöht, während wir schlafen.  

Andere Auslöser für den Orgasmus im Schlaf 

Es gibt jedoch noch weitere Gründe für einen Schlaforgasmus wie beispielsweise extreme Müdigkeit oder fast schon Erschöpfung, die zu einer so großen Entspannung führt, dass es zu besonders intensiven Traumerlebnissen kommt. Diese wiederum werden durch die Beteiligung des Gehirns dann mit körperlichen Reaktionen gekoppelt.  

Erregungszustände können nicht nur durch Tiefenentspannung, sondern auch vom Nervensystem beeinflusst werden, was beispielsweise durch verschiedene Medikamente möglich ist.  

Eine weitere Möglichkeit wäre die zufällige Stimulation der erogene Zonen, beispielsweise durch den Partner, der neben dir schläft oder weil Du dich in der Bettdecke verwickelt hast und diese bei zufälligen Bewegungen im Schlaf stimulierend wirkt. Natürlich ist es unwahrscheinlich, dass rein zufällig dein G-Punkt stimuliert wird; allerdings können auch andere Körperstellen die entsprechenden Reize ans Gehirn melden.  

Tipp: Eine Studie namens „Dreaming. The effect of sleep position on dream experiences“ hat 2012 festgestellt, dass auch die Schlafposition an sich einen Einfluss auf unser Traumgeschehen haben kann. Demnach soll das Schlafen in der Bauchlage sexuelle Träume fördern. 

Nicht für alle Menschen ist diese Schlafposition jedoch angenehm und auch nicht immer empfehlenswert, da hierbei die Atmung erschwert sein kann und zudem der Nacken durch den zur Seite gedrehten Kopf stärker beansprucht wird. Für Schwangere ist der Schlaf in Bauchlage weder bequem noch anzuraten. 

Kannst du einen Orgasmus im Schlaf beeinflussen? 

Tatsächlich lässt sich die Wahrscheinlichkeit, im Schlaf zum Höhepunkt zu kommen, durch bestimmte Maßnahmen erhöhen. Wir zeigen dir ein paar Tricks. 

Praktische Tipps und Techniken 

Da ein entspannter Zustand zu den Auslösern für den gewünschten Schlaforgasmus zählt, ist es hilfreich, wenn Du dich vor dem Einschlafen entsprechend entspannst. Das kannst Du beispielsweise durch verschiedene Arten der Meditation,  Yoga oder progressive Muskelentspannung erreichen.  

Darüber hinaus ist es hilfreich, wenn Du dich vor dem Einschlafen bereits in eine gewisse Erregung versetzt. Du kannst Dir beispielsweise erotische Gedanken machen oder Pornos anschauen; auch Masturbation ist eine ideale Möglichkeit, da sie gleichzeitig entspannend wirkt.  

Hilfreich ist außerdem ein guter und ungestörter Schlaf, weil du dann tiefer schlafen und alle Phasen des Schlafzyklus durchlaufen kannst. So kommst Du in die in diesem Kontext wichtige REM-Phase, die dir letztlich den gewünschten Höhepunkt im Traum bescheren kann.  

Einfluss von Lebensstil und Ernährung 

Unterschätzt wird jedoch häufig ein gesunder Lebensstil – nicht nur für den Orgasmus im Schlaf, sondern im Allgemeinen. Tatsächlich kann er dir aber dabei helfen, nächtliche Orgasmen zu erreichen. Wichtig dafür ist eine ausgewogene Ernährung und wenig StressGesunde Lebensmittel mit einem höhen Vitamin B- und Magnesiumgehalt helfen darüber hinaus bei der Muskelentspannung. Damit du abends schneller und entspannter einschläfst, solltest du außerdem auf hektische Arbeiten, Videospiele und auch auf Kaffee oder Energydrinks verzichten.  

Was bedeutet ein Orgasmus im Schlaf für deine Gesundheit? 

Erotische Träume, die im Zusammenspiel mit zufälliger Stimulation oder unter Beteiligung des aktiven Gehirns zum nächtlichen Samenerguss führen (oder bei Frauen zur weibliche Ejakulation), sind in der Regel unproblematisch und nicht schädlich. Sie lassen dich morgens meist entspannt und befriedigt aufwachen. Außerdem helfen nächtliche Orgasmen genauso wie Masturbation dabei, Stress abzubauen.  

Wann professionelle Hilfe ratsam ist 

Da eine gehäufte Traumserie oder dauerhafte Schlaforgasmen allerdings auch auf Erschöpfungszustände oder bestimmte Medikamente zurückzuführen sein können, solltest du das im Zweifelsfall mit deinem Arzt abklären.   

Ein weiteres Problem kann sich dadurch ergeben, dass häufige nächtliche Orgasmen den gesunden  Schlaf stören und zu Schlafmangel und Folgeproblemen führen. Tatsächlich gibt es Frauen, die von ständigen Orgasmen gestört werden, die zudem noch schmerzhaft sind. Dieses Phänomen wird als eine krankhafte Form der Schlafstörung eingestuft und kann durch Medikamente zumindest abgeschwächt werden.  

Persönliche Geschichten und Erfahrungen unserer Mitglieder 

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Quellen: 

https://www.meinmed.at/gesundheit/orgasmus-schlaf/2870

https://www.stylebook.de/body-health/orgasmus-im-schlaf

https://www.cosmopolitan.de/schlaforgasmus-wie-jetzt-ein-orgasmus-im-schlaf-geht-das-68677.html

REM-Schlafphase (auch verlinkt) : https://www.aok.de/pk/magazin/wohlbefinden/schlaf/was-ist-rem-schlaf/ 

Meditation (auch verlinkt) : https://www.aok.de/pk/magazin/wohlbefinden/schlaf/meditation-zum-einschlafen-die-besten-techniken/ 

Studie 1953 (auch verlinkt) : https://www.issm.info/sexual-health-qa/do-women-have-wet-dreams/ 

Studie Schlafposition (auch verlinkt) : https://psycnet.apa.org/doiLanding?doi=10.1037%2Fa0029255 

Beste Schlafposition (auch verlinkt) : https://www.aok.de/pk/magazin/wohlbefinden/schlaf/welche-schlafposition-ist-die-beste-fuer-sie/ 

Hormone  (auch verlinkt) : https://www.mdr.de/wissen/faktencheck/faktencheck-orgasmen-einschlafen–100.html 

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